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Moor Brandenburg

Moor in der Heringsdose: Eine Feinschmecker-Empfehlung

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Wenn man Moor essen könnte, wie würde es schmecken? Die Antwort vom Vitalhotel ambiente: süß oder deftig. Foto (c) Julia Thoms

Moorgerichte im Vitalhotel ambiente in Bad Wilsnack

Wer hätte gedacht, dass nördlich von Berlin Heilkraft aus der Heringsdose kommt? Die „Moorgeschichte“ von Bad Wilsnack ist schon ziemlich filmreif. In Erinnerung daran hat sich das Vitalhotel ambiente was besonders Schmackhaftes ausgedacht. Moor-Fan, der ich jetzt bin, habe ich es einfach probieren müssen.

Moor in Bad Wilsnack

Dass Bad Wilsnack heute zu einem wichtigen Moorheilbad in Brandenburg zählt, beruht auf einer einzigen Tatsache: dem Zufall. Um die Jahrhundertwende pirschte der Stadtförster Friedrich-Wilhelm Gustav Zimmermann wieder einmal durch die Karthanewiesen. Dort fiel ihm die ungewöhnlich schwarze und bunt schimmernde Erde auf. Das muss „Moor“ sein, dachte er sich. Doch es dauerte viele Jahre, bevor der Gemeinderat dem Drängen des Försters nachgab und ihn diese Erde analysieren ließ.

In zwei Heringsdosen schickte er Proben nach Berlin. Das Ergebnis: Es war Moor. Und zwar eins, das sich mit seinen Inhaltsstoffen außerordentlich gut für medizinische Zwecke verwenden ließ. Volltreffer. Der Grundstein für den Bau der Moorbadeanstalt wurde kurz darauf gelegt.

Am 1. Mai 1907 wurde die Moorbadeanstalt eingeweiht. 1928 wurde eine Moorbahn in Betrieb genommen. Nachdem ein Kurhotel (heute das Vitalhotel ambiente!) und ein Genesungsheim standen, wurde der Stadt im Jahr 1929 der Titel “Bad“ verliehen. Dank Gustav.

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Von der Heringsdose in den Holzzuber: Moorbaden am Anfang des 20. Jahrhunderts. Grandiose historische Aufnahme! Foto (c) Vitalhotel ambiente

Moorbad im Vitalhotel ambiente

Viele Jahre und Moorkuren später könnt ihr heute den Charme des Kurorts und die wohlige Wärme des Moors, das inzwischen von den Moor-Wiesen nahe Dannenwalde kommt, wunderbar im Vitalhotel ambiente erleben. Das Hotel selbst hat schon viel Geschichte und Fassaden erlebt. Es liegt direkt am Ortseingang, am Rande des Kurparks. Von der Restaurant-Terrasse kann man direkt auf das hübsch-historische Kurmittelhaus blicken.

Wer ein Moor-Programm gewählt hat, wird in diesen Räumlichkeiten die wirksamste aller Mooranwendungen erleben: Das Moorvollbad. Einmal der Schwerkraft Adieu sagen und einfach entspannen. Hier seid ihr auf jeden Fall in medizinisch besten und freundlichsten Händen! Und dann heißt es erst einmal für 30 Minuten langsam in der Wärme wegträumen.

Wusstet ihr, dass der Begriff Moorbad so nicht stimmt? Eigentlich badet man nicht im Moor, sondern im Torf. Moore sind lediglich die Orte, in denen Torf sich einlagert. Das aber nur so am Rande. Torfbad – hat sich vielleicht einfach nicht gegen das besser klingende Moorbad durchsetzen können.

Das Vitalhotel ambiente liegt direkt am Ortseingang Bad Wilsnack, am Rande des Kurparks. Foto (c) Vitalhotel ambiente
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Von der Restaurant-Terrasse des Vitalhotels kann man direkt auf das hübsch-historische Kurmittelhaus blicken. Foto (c) Vitalhotel ambiente

Deftiges Moor oder süßes Moor?

Im Vitalhotel ambiente erinnert man auf ganz eigene Weise der „Moor-Geschichte“ des Orts. Nämlich auf der Speisekarte. Ich studiere diese ausführlich im Restaurant des Hotels, in dem sich Mittagsgäste und Hotelgäste gerade versammelt haben.

Es gibt zwei Varianten: „Das Moor in der Heringsdose“ und „Das süße Moor in der Heringsdose“. Ich entscheide mich für ersteres. Und lese gleich darunter des Rätsels Lösung. Nein, mir wird gleich kein brauner Schlamm serviert. Stattdessen wird es schwarze Pasta mit Kräuterseitlingen in Rahm sein. Und die kommt tatsächlich in einer Heringsdose! Aus Keramik.

Wenn man Moor essen könnte, wie würde es schmecken? Die Antwort vom Koch: Fest und weich zugleich, leicht salzig, aber nicht zu sehr. Und weil das Auge bekanntlich mitisst, sind es lange schwarze Nudeln, nicht weichgekocht (!), sondern bissfest. Die werden mit einem feinen Kulturpilz kombiniert, der der erklärte Liebling aller Feinschmecker ist, da er geschmacklich an den „König der Pilze“, den Steinpilz, erinnert. Kräuterseitling. Köstlich. Und meine absolute Empfehlung für alle, die sich dem braunen Gold von Brandenburg kulinarisch nähern möchten.

Und es macht satt. „Das süße Moor in der Heringsdose“, hinter dem sich ein Schokoladeneis mit Kirschragout versteckt (war ich wirklich so satt?), probiere ich auf jeden Fall beim nächsten Mal. Dann wird das sich Vitalhotel wieder etwas verändert haben und das „süße Moor“ wird in einem neuen Restaurant- und Barbereich serviert. Wie der wohl aussieht? Ich werde dann berichten.

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Moorgeschichte als Moorgericht: Die Wurzeln des Moorheilbads Bad Wilsnack könnt ihr im Vitalhotel ambiente "probieren". Und so sieht es aus. Foto (c) Julia Thoms
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