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Sauna Brandenburg

Sauna Tipp Nr. 20: Wie kühlt man sich richtig ab?

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Sauna mal ganz anders - in der Saunalandschaft Brandenburg. Foto: (c) baeatewaetzel

Wechselbad der Gefühle: Saunabaden mit abgestimmten Kältereizen

Eisbaden? Ein bisschen verrückt, aber Hauptsache gesund! Wer beim Neujahrsbaden trotz Schnee und Kälte ins Meer hüpft, der ist nicht per se „verrückt“, sondern vielmehr vernünftig. Nicht umsonst heißt es so schön: „Heraus aus der Komfortzone“. Oder auch: „Warmduschen war gestern“. Was wir wirklich brauchen, um fit und jung – und eben auch ein bisschen verrückt zu bleiben – ist Saunabaden mit abgestimmten Kältereizen. In diesem Artikel erklären wir nicht nur, warum das so unheimlich gut für unsere Gesundheit ist, sondern auch, welche Möglichkeiten der Abkühlung es gibt.

Sauna – der Wechsel von heiß und kalt

Mal auf Anfang: Warum spielt die Abkühlung überhaupt eine Rolle? Reicht es nicht, wenn ich ausgiebig schwitze?

Leider nein. Aber warum eigentlich „leider“? Die Abkühlung nach dem Saunieren ist das Großartigste, was es beim Saunabaden gibt! Der Sprung ins kalte Wasserbecken bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern macht jeder Zelle bewusst, dass wir lebendige Geschöpfe sind. Wir sind am Leben! Das Körpergefühl nach einer Abkühlung ist kaum mit Worten zu beschreiben. Der Körper ist hellwach, wir fühlen uns pudelwohl in unserer Haut, mal abgesehen von den vielen Glückshormonen, die über uns drüber geschüttet werden.

Kältereize sind also nicht da, um uns zu quälen, sondern sorgen vielmehr dafür, dass wir gesund und happy bleiben.

Ok verstehe. Das heißt, ich muss nach der Sauna ins Eisbad?

Moment mal, nein! Jedenfalls nicht sofort. Man sollte dem Körper schon die nötige Zeit geben, sich kontinuierlich an Kältereize zu gewöhnen. Vor allem, wenn man ein Sauna-Neuling ist beziehungsweise nicht gerade aus Finnland stammt. Gerade bei Herz-Kreislaufbeschwerden sollte man sehr vorsichtig sein, es behutsam angehen und bestenfalls den Hausarzt um Rat fragen. Aber alles Schritt für Schritt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich an Kälteanwendungen zu gewöhnen. Letztlich trainiert man diese genauso wie einen Muskel.

Einblicke in die Spreewald Therme
Im "Saunagarten" der Spreewald Therme gibt es eine Saunabar, einen Kaltwasserbereich, ein Tauchbecken, einen Kaminraum, ziemlich viele Liegemöglichkeiten, Erlebnisduschen und Fußbadoptionen. Foto (c) Jenny Ospelt

5 Wege um sich nach der Sauna richtig abzukühlen

Nummer 1: Raus an die frische Luft

Was immer empfohlen wird, ist der Gang an die frische Luft. Bei diesem Schritt kann der Körper Sauerstoff tanken und die Atemwege können sich abkühlen. Wenn winterliche Temperaturen herrschen, ist das besonders gut. Allein davon wird dem Körper Wärme entzogen, was die Herzfrequenz wieder ins Gleichgewicht bringt. Wichtig ist, dass der Körper nicht zu frösteln beginnt. Ansonsten ist alles Saunabaden heiße Luft und wir liegen schon morgen mit Fieber und Schnupfen im Bett. Neben frischer Luft darf kaltes Wasser nicht fehlen!

Nummer 2: Der Kaltwasserschlauch (Kneipp-Guss)

Wer seinen „Kaltwasser-Muskel“ noch nicht genug trainiert oder Probleme mit dem Kreislauf hat, sollte mit einem Kaltwasserschlauch, auch bekannt als Kneipp-Guss, beginnen. Diese findet man in jeder Saunalandschaft. Kaltes Wasser fließt aus dem Schlauch, ohne Drüse oder Duschkopf, und lässt sich langsam über dem Körper verteilen. Die kalten Güsse sollten den Blut- und Lymphfluss unterstützen, indem man bei den Füßen und Händen beginnt und sich durch kreisende Bewegungen behutsam in Richtung Körpermitte vorarbeitet.

Nummer 3: Ab in den Schnee (oder Abkühlung mit Crash Eis)

Zugegeben: Schnee ist hierzulande doch ein eher seltenes Phänomen. Wenn Frau Holle dann doch mal kräftig die Kissen schüttelt, dann kann man es den Finnen gleich tun und sich schön im Schnee wälzen. Kurz und zügig versteht sich. Als Alternative bieten manche Saunas die Abkühlung mit Crash Eis an. Damit reibt man sich am ganzen Körper ab, was einen prickelnden Kühlungseffekt verschafft und die Haut besonders angenehm durchbluten lässt.

Nummer 4: Eisbrunnen bzw. Tauchbecken

Ein besseres Gefäßtraining als der Sprung in den Eisbrunnen (bzw. kalte Tauchbecken) gibt es wohl kaum. Wer genug abgehärtet ist, kann nach dem Spaziergang an der frischen Luft und einer kurzen Dusche (Schweiß abduschen!), sich direkt ins eiskalte Vergnügen stürzen. Nicht nur der extreme Kälteschock, sondern auch der Wasserdruck zieht alle Blutgefäße zusammen, strafft die Haut und aktiviert Abwehrkräfte ohne Ende. Das Baden im Eisbrunnen sollte nicht länger als 15 Sekunden andauern.

Nummer 5: Das warme Fußbad

Was haben warme Fußbäder bei der Abkühlung zu suchen? Ganz einfach: Füße unterkühlen sehr schnell, was nicht nur zu Erkältung führen kann, sondern auch schlecht für die Durchblutung und den Kreislauf ist. Deswegen sind warme, knöchelhohe Fußbäder zwischen den Abkühlungs-Gängen ratsam. Das Wechselspiel zwischen warm und kalt trainiert die Elastizität der Gefäße zusätzlich. Was sonst noch alles nach dem Saunieren ratsam ist, erfährst du in diesem Sauna Tipp: Was mache ich am besten nach der Sauna?

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Für Kaltreize nach der Sauna stehen im Hotel & Spa Sommerfeld ein Eisbrunnen und ein Kneippgang zur Verfügung. Foto (c) Jenny Ospelt
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